Viennale ‘11
Es ist wieder Oktober und die ganze Stadt ist im Viennale-Fieber. Ich habe bereits gestern mit dem Filmanschauen gestartet und werde euch hier im Blog in den nächsten Tagen darüber auf dem Laufenden halten. Kurz, bündig und spoilerfrei.
RSS-Feed
|
Es ist wieder Oktober und die ganze Stadt ist im Viennale-Fieber. Ich habe bereits gestern mit dem Filmanschauen gestartet und werde euch hier im Blog in den nächsten Tagen darüber auf dem Laufenden halten. Kurz, bündig und spoilerfrei.
Heute Abend (19.10.2011) läuft auf ORF2 das Spielfilmregiedebut von Sascha Bigler, MEINE SCHWESTER. Er ist auch für das Drehbuch zu dem Film verantwortlich. Der TV Film wurde von Monafilm produziert, Scriptalicious hat das Projekt dramaturgisch begleitet. Hier gibt es ein Interview mit den beiden Hauptdarstellerinnen Maresa und Christine Hörbiger.
#
Außerdem gab der Filmfonds Wien heute die Ergebnisse des letzten Fördertermins bekannt. Herstellungsförderung erhielten unter anderem das Projekt MONTE PIANO von Ernst Gossner und der Film FRANCUSKI von Goran Rebic. Beide Projekte wurden von Scriptalicious dramaturgisch unterstützt.
#
Eine Anmerkung in eigener Sache: ich weiß dass es wider die guten Internetsitten ist ein Weblog so lange verwaisen zu lassen wie ich es hier getan habe. Aber ich gelobe Besserung, indem ich gleich diese Woche damit beginnen werde meine Eindrücke von der diesjährigen Viennale hier festzuhalten. Stay tuned (und seids mir bitte nicht bös’…).
Ich bin von 24. bis 27. März auf der Diagonale in Graz. Wer mich dort auf Kaffee und/oder Film treffen will möge mich bitte anrufen.
Im bm:ukk ist man offen für neue Ansätze und will sich auch um die Projekte kümmern, die bei der klassischen Filmförderung durch den Rost fallen, wie z.B. Webserien. Deswegen gibt es jetzt eine Ausschreibung für neue Filmformate. Details findet ihr hier. Einreichschluss ist der 20.05.2011.
Das macht gerade im internet die Runde, und es ist großartig.
Mir hat noch nie jemand ein Projekt so gepitcht. Habt ihr das schon mal versucht?
Scriptalicious gibt es ab sofort auch auf Englisch. Hier entlang, bitte! Ich wünsche viel Spaß.
Morgen früh fliege ich nach Berlin und komme erst Mittwoch nachts zurück. Wegen des zu erwartenden Berlinalestresses werde ich wohl nicht dazu kommen hier zu posten. Aber während ich mich unter die ganzen Filmindustriemenschen mische, möchte ich euch auf eine sehr interessante Sache verweisen:
Mir fällt auf, dass da heimlich eine ganz neue Generation an FilmemacherInnen heranwächst. Und zwar junge Menschen die manchmal gar keine klasssische Filmausbildung haben, sondern sich mit einer digitalen Spiegelreflexkamera bewaffnet und einer sehr starken Online-Community im Rücken auf den Weg machen Filme zu schreiben, zu drehen, zu schneiden und auf neuen Vertriebswegen zu verbreiten.
Ich finde das großartig und bin sehr neugierig was da noch kommt. Nino Leitner ist ein Pionier auf diesem Gebiet und verbindet auf seinem lesenswerten Weblog die vielen technischen Aspekte dieser Filmarbeit mit den inhaltlichen. Jetzt hat er Gregor Schmidinger eingeladen auf seinem Blog eine Artikelserie über einen seiner Kurzfilme zu schreiben, der bereits eine Million Hits auf Youtube hatte.
Gerade wenn man sich beruflich viel in der etablierten Film- und Fernsehindustrie bewegt finde ich es wichtig über den eigenen Tellerrand zu schauen. Ich bin schon gespannt was Gregor auf Ninos Blog über das Storytelling und den Vertrieb seines Films schreiben wird. Heute ist der erste Beitrag erschienen. Also, klickt hin, lest, kommentiert. Wir lesen uns nächste Woche wieder.
Zum Wochenbeginn ein kleiner Überblick über einige Serienwelten:
Hier gibts es einzelne Standbilder. Das ganze stammt von dem belgischen Kabelsender PRIME TV, der damit sein Serienprogramm bewirbt.
Kennt ihr das? Man sitzt vor einem Treatment, wird es bald bei einer Förderinstitution oder einem Wettbewerb einreichen und man muss ein Genre auf das Deckblatt schreiben. Was folgt sind meistens ratlose und verzweifelte Gesichter bei ProduzentIn, AutorIn und mir, weil nichts so recht passen will.
“Sortenreine” Genres wie harte Thriller oder lupenreine Komödien lese ich in diesen Breiten sehr selten. In der letzten Zeit sind es eher oft ganz spezielle Mischformen aus leicht komödiantischen Stoffen mit ernstem Hintergrund und durchaus tiefgehenden Figuren und Konflikten. Nur die Situationen in die die Charaktere geraten sind eben immer wieder lustig oder skurril. Wie zum Teufel soll man das jetzt nur nennen?
Mir fällt dazu immer wieder der Begriff “Dramedy” ein, aber trotz jahrelanger Etablierung dieses Genres durch amerikanische Fernsehserien merke ich dass viele damit nichts anfangen können. Geht also nicht. Ich habe dann mal die Bezeichunung “Tragikkomödie” in meinem Kopf durchgespielt, aber das Wort “Tragik” ist eigentlich immer viel zu stark für diese Stoffe, damit assoziiere ich einen viel zu dramatischen Tonfall.
Neulich habe ich ein Wort gelesen, das ich selbst noch nicht kannte: Seriocomedy. Das scheint exakt das zu sein was ich oben beschrieben habe. Hier gibt es einen Artikel über den Aufstieg und Fall dieses Genres im amerikanischen Kino. Aber ich befürchte es ist hier noch unbekannter als das Wort “Dramedy”.
Irgendwie schwierig. Was macht denn ihr in so einem Fall?
Wie ich gerade gelesen habe ist Gerlinde Seitner zur neuen Geschäftsführerin des Wiener Filmfonds ernannt worden. Ich freue mich sehr darüber, nicht nur aus Kompetenzgründen sondern auch weil mit ihr eine Frau in einer Schlüsselposition der österreichischen Filmförderinstitutionen sitzt. Viel Erfolg und herzliche Gratulation!