McGuffin
Friday, July 2nd, 2010Wer wissen will, was der Hitchcock’sche McGuffin bedeutet bekommt hier die Antwort:
McGuffin by Hitchcock from isaac niemand on Vimeo.
(via Directors Notes)
seit 24.06.10
Altiplano
In Kinos in Deutschland
07.08.10
Familie Sonnenfeld I
11.15h, ORF2
08.08.10
Agathe kann’s nicht lassen IV
20.15h, ORF2
08.09.10
Lautlose Morde
20.15h, ORF2
13.09.10
Lautlose Morde
20.15h, ZDF
07.01.2011
Glücksbringer
20.15h, ARD
Wer wissen will, was der Hitchcock’sche McGuffin bedeutet bekommt hier die Antwort:
McGuffin by Hitchcock from isaac niemand on Vimeo.
(via Directors Notes)
Ja, ich weiß. Ich schleiche seit Wochen wie die Katze um den heißen Brei. Zweimal habe ich angefangen, einen Artikel über das Serienfinale von LOST zu schreiben, aber irgendwie - ich weiß auch nicht was los ist.
Bis ich die richtigen Worte gefunden habe verweise ich auf dieses interessante Interview, in dem Schriftsteller (ja, drei Männer, wo sind bitte die Schriftstellerinnen?) über ihre Liebe zu amerikanischen Serien wie LOST, THE WIRE und MAD MEN diskutieren. Es geht um Erzählformen, den Vergleich zwischen Literatur und Fernsehserien und so weiter. Höchstspannende Sache.
Das wunderbare Webmagazin BoingBoing hat einen neuen Gastblogger, und zwar Craig Enger, den General Manager von SyFy Digital. Er erklärt in seinem ersten Artikel, warum ich mich auch weiterhin darüber werde ärgern müssen, dass interessante Sendungen aus dem amerikanischen TV für mich nach wie vor nicht legal und zeitnah online anzusehen sein werden. Ganz nebenbei erklärt Craig Enger auch mal schnell das amerikanische System von Produktion, Sendern und Lizenzen. (Und ich weiß jetzt außerdem, dass das Budget einer Serienfolge in den USA etwa das vierfache von dem hier üblichen Preis beträgt.)
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Der Economist hat einen TV Schwerpunkt: In diesem Artikel geht es um die Mediennutzung (inklusive der Erkenntnis, dass tatsächlich mehr Fernsgesehen und Internetgesurft wird, aber immer öfter gleichzeitig). Zur Veranschaulichung gibt es noch ein Video, das die Zahlen aus dem Artikel aufbereitet. Und in diesem Artikel werden mögliche Überlebensstrategien von TV Sendern in Zeiten des Internets analysiert. Das dazugehörige Interview mit dem Autor dieses Artikels, Joel Budd, kann man hier anhören, unter anderem spricht er über GZSZ.
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Nachdem ich ihn heute im Rahmen der c-tv Konferenz kennen gelernt habe, verweise ich noch auf ein interessantes Interview mit dem Medienberater Stefano Semeria, der über die Zukunft des Fernsehens und das Verhältnis von Web und TV spricht.
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Und auch im aktuellen Spex gibt es einen TV Schwerpunkt. Online kann man Ausschnitte aus einem Gespräch zwischen Kathrin Bullemer (Producerin “Im Angesicht des Verbrechens”), Orkun Ertener (Autor von “Tatort”, “KDD”) und Christian Junklewitz (www.serienjunkies.de) nachlesen. Die lange Version und noch mehr Artikel zum Thema gibt es in der Printausgabe.
Wusstet ihr, dass der Begriff “Development Hell” einen eigenen Wikipedia Eintrag hat?
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Wer Gurus mag, kann hier ein Video mit Robert McKee anschauen, eine ganze Stunde lang.
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Erstaunlich viele Probleme in Drehbüchern lassen sich sehr einfach lösen, indem man die Figuren besser kennen lernt. Wer diesbezüglich Anstöße braucht, findet hier einen umfangreichen Fragenkatalog zu Dingen, die man über seine Figuren wissen sollte, bevor man sich mit Struktur und Plot zu plagen anfängt.
(Wobei ich es noch interessanter finde z.B. an die Frage “Wann hattest Du Dein erstes Date?” die Frage dranzuhängen “Und wie hast Du Dich danach gefühlt?”. Es ist ja die emotionale Komponente, die weitaus interessanter ist als das Faktum selbst.)
Anmerkung: Zumindest ist das mein Zugang - die Geschichte aus der Figur heraus zu entwickeln. Ich merke, dass der umgekehrte Weg - zuallererst die Struktur festlegen, dann mit Figuren und emotionalem Thema auffüllen - selten an Ziel führt. Aber wie arbeitet ihr eigentlich ganz am Anfang bei einem neuen Stoff? Wovon geht ihr aus? Wann kommt bei euch die Figurenarbeit an die Reihe?
Wusstet ihr, dass Billy Wilders Grabstein so aussieht?
Ich nicht. Großartig, oder?
Hier findet ihr eine “annotierte Webliografie” zu Billy Wilder, mit vielen guten Links. Zum Beispiel zu seinen Goldenen Regeln des Drehbuchschreibens, die da unter anderem lauten:
6. If you have a problem with the third act, the real problem is in the first act.
7. A tip from Lubitsch: Let the audience add up two plus two. They’ll love you forever.
Besonders Nummer 6 kann ich unterschreiben, das ist meiner Erfahrung nach in 99% der Drehbücher, die Probleme mit dem 3. (oder auch 2.) Akt haben, so. Oft stellt sich zum Beispiel heraus, dass etwas Wichtiges über eine Figur nicht etabliert wurde, und zwar schlichtweg deswegen, weil man sich noch zu wenig mit ihr auseinandergesetzt hat.
Und hier noch ein amüsantes Video über die Drehbucharbeit von Billy Wilder und seinem Co-Autor I.A.L. Diamond (via Go Into the Story). Zitat zur Frage wie das mit dem Drehbuchschreiben so ist: “It’s blood, sweat and tears. It is a drag.”
In den letzten Tagen fand man auf diversen Drehbuchseiten im Internet ein Memo, das David Mamet 2005 seinen AutorInnen geschickt hatte. Als Executive Producer der TV Serie THE UNIT erinnert er seine AutorInnen daran, was gutes Fernsehen ausmacht. Interessant finde ich, was man zwischen den Zeilen über die Stoffentwicklung beim (amerikansichen) Fernsehen herauslesen kann, und andererseits wie viel seines Memos allgemeingültig ist und eben nicht nur das Schreiben fürs Fernsehen betrifft. Hier ein Ausschnitt:
WE, THE WRITERS, MUST ASK OURSELVES OF EVERY SCENE THESE THREE QUESTIONS.
1) WHO WANTS WHAT?
2) WHAT HAPPENS IF HER DON’T GET IT?
3) WHY NOW?THE ANSWERS TO THESE QUESTIONS ARE LITMUS PAPER. APPLY THEM, AND THEIR ANSWER WILL TELL YOU IF THE SCENE IS DRAMATIC OR NOT.
IF THE SCENE IS NOT DRAMATICALLY WRITTEN, IT WILL NOT BE DRAMATICALLY ACTED.
THERE IS NO MAGIC FAIRY DUST WHICH WILL MAKE A BORING, USELESS, REDUNDANT, OR MERELY INFORMATIVE SCENE AFTER IT LEAVES YOUR TYPEWRITER. YOU THE WRITERS, ARE IN CHARGE OF MAKING SURE EVERY SCENE IS DRAMATIC.
Was dieses Memo für mich persönlich auch zeigt, sind die Konsequenzen des amerikanischen Seriensystems. Im Positiven. Dass der ausführende Produzent nämlich als Showrunner in dem Fall auch der Boss im Writer’s Room ist und das schreibende AutorInnenvolk in ihm eine ungemein starke Unterstützung erfährt - “We, the writers”. Ob er sich damit gegen die über ihm stehenden, die er “bluesuited penguins” nennt, durchsetzen kann, steht auf einem anderen Blatt. Aber es ist doch ein großer Unterschied zum deutschsprachigen Seriensystem, in dem die AutorInnen meinem Gefühl nach oft eher alleine dastehen.
Die Drehbuchautorin und Regisseurin Marie Kreutzer, deren neuer Kurzfilm INGRID bei der Diagonale in Graz läuft, hat für das Filmfestival eine Webnotiz geschrieben.
Ihr Text handelt von Filmfiguren, die erwachsen werden und darüber, was WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN und DAS WEISSE BAND gemeinsam haben. Offenbar hat auch sie der kleine Max und seine Reise zu den Wilden Kerlen zu Tränen gerührt. Was ich sehr schön finde.
Stefan Ruzowitzky spricht im Interwiew mit dem Magazin ScreenIndia einige Dinge an, die ich auch gerne predige (ja, ich meine wirklich “predigen”, besonders wenn es um StudentInnen und das Problem geht, das Ruzowitzky am Ende des Interviews anspricht.)
Hier einige Auszüge:
“Well, storytelling is one of the primal art forms and needs of people. I think it’s so important to hear and identify with protagonists; it’s a very important part of being human. It’s fine to experiment but story telling is essential for humans, and so it’s never out of fashion.“
“I think for a good film, you need an emotional involvement, if you make the audience feel something you’ve achieved your goal. You go to the movies for an emotional experience.”
“If you tell your story only for the audience, not from the heart then it will fail, similarly if you tell your story from the heart but it’s not what the audience wants to hear, there is still a problem. In Austria and Germany they tell students it is all about you, and that’s only half the truth.”
(Link via Christa Auderlitzky von Filmdelights.)
Wie würden berühmte Regisseure das amerikanische SuperBowl Spiel umsetzen? Seht selbst:
(Der Werner Herzog Abschnitt ist genial!)
((via kottke))
Während ich schon genug damit zu tun habe, jeden Tag die drehbuchrelevanten Blogeinträge in meinem Feedreader zu durchforsten, kommt hier der Link für die Uber-Filmnerds, die nicht und nicht genug kriegen können:
600 Movie Blogs You Might Have Missed (via Go Into the Story)
50 Best Blogs For Moviemakers (via Julie Gray)
Die Liste der Drehbuchblogs, die ich so lese, findet ihr auf meiner Linkseite. Sehr ergiebig ist zum Beispiel Scott Myers Blog Go Into the Story. Und was sind eure Lieblingsblogs zum Thema Drehbuch (und Film)?