Mehr Weihnachtsgeschenke
Sunday, November 30th, 2008Für TV Nerds:

“Fifteen minutes of fame?…….try eight hours every night with this TV pillowcase! Guaranteed to encourage dreams of fame and fortune.” @ productofyourenvironment
seit 24.06.10
Altiplano
In Kinos in Deutschland
07.08.10
Familie Sonnenfeld I
11.15h, ORF2
08.08.10
Agathe kann’s nicht lassen IV
20.15h, ORF2
08.09.10
Lautlose Morde
20.15h, ORF2
13.09.10
Lautlose Morde
20.15h, ZDF
07.01.2011
Glücksbringer
20.15h, ARD
Für TV Nerds:

“Fifteen minutes of fame?…….try eight hours every night with this TV pillowcase! Guaranteed to encourage dreams of fame and fortune.” @ productofyourenvironment

Im Writer’s Store gibt es allerhand kuriose Sachen zu kaufen. Unter anderem eine Jane Austen Action Figur. (Aber ehrlich gesagt: Die hätte ich schon gerne, irgendwie.)
The Artful Writer hat sich den Katalog vom Writer’s Store übrigens genauer angesehen.
Namen sind ja für Figuren in Drehbüchern ebenso bezeichnend wie für echte Menschen. Aber wo findet man die? Zum Beispiel im Internet, auf Babynamensseiten. Wie hier (die assoziative Suchfunktion finde ich gut, aber es sind vorwiegend amerikanische Namen). Oder hier, wo man eine Art Assoziationsstatistik zu jedem Namen dazu bekommt (bekannt/unbekannt, klingt der Name eher alt oder jung etc.). Oder hier, wo man die geographische Verteilung des Vornamens in Deutschland auf Basis des Telefonbuchs von 1998 oder 1942 (!) austesten kann.
Da fällt mir noch etwas ein: Ich fürchte, ich bin nicht die einzige Drehbuchleserin, die es wundert, dass alle Frauen zwischen 25 und 30 in deutschsprachigen TV Movies Laura, Lena oder Leonie heißen. Und die Männer Florian, Lukas oder Julian. Sind alles schöne Namen, keine Frage. Aber für Menschen, die zwischen 1978 und 1983 geboren wurden stimmt da irgendwas nicht. Denn diese Namen gehören zu den beliebtesten Babynamen des Jahres 2007. Das statistische Zentralamt Österreich hat nur ein PDF mit den beliebtesten Namen ab 1984, aber machen wir dennoch eine Stichprobe: 1984 hießen die meisten Mädchen Daniela, Claudia und Sandra, und die meisten Buben Michael, Stefan und Thomas. Aha.
Den Figuren einen Namen zu geben ist in meinen Augen im Idealfall mit Nachdenken, Kreativtät und Recherche verbunden, genauso wie man über die Eltern, die Backstory, das Milieu der Figuren nachdenkt.
Achso, und noch ein besserwisserischer Tipp am Rande: Bitte nicht die drei wichtigsten Figuren Sophie, Sonja und Sandra nennen. Nicht jede/r DramaturgIn blättert gewissenhaft zur Figurenbeschreibung (die in den seltesten Fällen gelesen wird und wenn, dann niemals vor dem Lesen des Drehbuchs, und zwar aus Gründen). Und nicht jede/r DramaturgIn führt beim Lesen eine Namensliste um sich zu merken, wer wer ist. Im Normalfall ist man genervt und stockt auf jeder Seite, um sich zu erinnern, ob nun Sophie die Frau von Matthias, Michael oder Martin ist, oder doch Sonja. Daher: Bitte Namen mit verschiedenen Anfangsbuchstaben und vor allem mit signifikant unterschiedlicher Silbenanzahl wählen.
(Der letzte Absatz kommt übrigens wirklich von Herzen. Danke für die Aufmerksamkeit.)
Nachtrag: Hier noch ein guter Link aus den Kommentaren: Beliebte Vornamen. Dort kann man die beliebtesten Vornamen Deutschlands der Jahre 1890 bis heute nachschlagen.
Robert McKee meint, dass die wirklich guten Autoren in Amerika momentan für das Fernsehen schreiben und nicht fürs Kino. Ich meine: Schade, dass das im deutschsprachigen Raum noch genau umgekehrt ist. Und dass ich persönlich die narrative Triebfeder und die ausgefeilten Figuren mancher amerikanischer TV Serien (ich nenne jetzt mal nur zum Beispiel Mad Men) auch bei uns im Kino immer wieder vermisse. Die Gründe dafür sind komplex. Und rumjammern hilft bekanntlich ohnehin nichts, und deshalb kann man sich ja von den Positivbeispielen inspirieren lassen. In diesem Sinne gehe ich jetzt mal Türkisch für Anfänger anschauen. Zum Beispiel.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das nicht schon mal hier gepostet habe, aber doppelt hält besser: Dreams on Spec ist eine Dokumentation über das Drehbuchschreiben in Hollywood. Auf der Website zum Film finden sich neben einem Trailer auch einige Filmausschnitte, darunter Interviews mit bekannten DrehbuchautorInnen.
Das internationale Jugendmedienfestival YOUKI in Wels hat heuer im Rahmen des Media Meetings einen Schwerpunkt mit dem Namen “Was geht mich an?”, bei dem es um Stoffentwicklung geht. Gemeinsam mit einigen KollegInnen werde ich dort einen Nachmittag lang Arbeitsgespräche führen und danach noch über meinen Zugang zum Geschichtenerzählen sprechen. Wer am Freitag den 28.11. in Wels ist, ist herzlich eingeladen vorbeizukommen. (Und im Anschluss wird bei der DJ Nightline gefeiert, erzählt man sich.)
Ekkehard Knörer hat mit Bert Rebhandl und zwei anderen Filmmenschen Cargo gegründet. Es ist eine Art Filmmagazin, sporadisch begleitet von einer Printausgabe - das erste Heft wird zur Berlinale 2009 erscheinen. Die Webseite hat neben einem sehr guten Blog und Filmkritiken überhaupt viel Intelligentes zu bieten. Viel Erfolg!
Das Drehbuch von “Batman - The Dark Knight” kann man hier herunterladen (direkter Link zum .pdf). (via Go Into The Story)
Kann mir bitte jemand erklären, weshalb die Akkreditierung für die Berlinale 2009 plötzlich das Doppelte kostet? (100,- Euro, du meine Güte.)
Anyway - Anmeldeschluss nicht vergessen: 15. Dezember.
Im BBC Writersroom erfährt man unter anderem, worauf man beim Drehbuchschreiben achten soll, damit die dort beschäftigten Script Reader mehr als die ersten 10 Seiten des eingesandten Drehbuchs lesen wollen.
Dazu noch folgender Hinweis aus eigener Leseerfahrung: Am Ende jeder Seite sollte ein Storybeat stehen, der eine Spannung aufbaut oder eine Frage aufwirft, die nur durch Umblättern auf die nächste Seite zu lösen ist. (Im Idealfall ist das Ergebnis dann ein so genannter Page Turner. Und der Motor der Geschichte gerät nie ins Stocken.)